Die Integrale Unternehmens- und Organisationsentwicklung

Der integrale Ansatz hat sich auf der ganzen Welt in allen denkbaren Bereichen mit Anwendungen etabliert. Er wird von dem interdisziplinären Denker Ken Wilber beschrieben. Dieser hat eine große Landkarte für alles geschaffen, das innerhalb und ausserhalb von Menschen und Gruppen geschieht. So können wir der Komplexität unserer Welt am ehesten gerecht werden.

Wie kann der integrale Ansatz in Unternehmen, in der Wirtschaft angewandt werden? Dort, wo doch eigentlich nur Zahlen, Daten und Fakten zählen? Die Wirtschaft entsteht durch Strukturen, die Menschen geschaffen haben und durch die Handlungen von Menschen. Der integrale Ansatz bietet eine neue und umfassende Form der Betrachtung von Situationen, wenn Menschen handeln und wie sie handeln.

Die integrale Sichtweise betrachtet nicht nur die Daten und Fakten und das, was wir sehen, angreifen und messen können. In der integralen Sichtweise wird auch das beachtet, was „innen“ geschieht: Die Gefühle, die Bedürfnisse des einzelnen Menschen, die Werte und die Kultur einer Gruppe.

Damit erhalten wir einen umfassenden Überblick zu einer Situation. Diese Landkarte nennt Wilber AQAL, eine Kurzversion für „alle Quadranten, alle Ebenen“

Wir wollen Ihnen hier die Quadranten vorstellen, mit denen wir in unserer Unternehmensberatung und im Coaching arbeiten. Anhand der folgenden Grafik können wir einerseits zeigen, wie ausführlich die integrale Betrachtungsweise ist. Und andererseits können wir damit am besten beschreiben, dass die integrale Sichtweise mit den Quadranten praktisch alle gängigen Methoden in der Unternehmensberatung einschliesst, also integriert.

Die vier Quadranten zeigen eine jeweils andere Perspektive. Oben links die individuelle Perspektive eines Menschen von innen, oben rechts desjenigen von aussen. Unten links die Perspektive einer Gruppe von innen, unten rechts einer Organisation von aussen. Alle vier Quadranten stehen in Beziehung zueinander.

In der Anwendung bedeutet das zum Beispiel: Die beste Strategie (oben rechts) nutzt nicht, wenn die Menschen im Unternehmen unglücklich sind (oben links). Oder: Es ist ein wunderbares Arbeitsklima, die Menschen im Unternehmen fühlen sich wohl (unten links) – aber es gibt keinen Plan, keine Strategie im Unternehmen (unten rechts).

Wer sich im integralen Ansatz noch weiter vertiefen will, kann das hier tun.

INNEN

AUSSEN

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I
N
D
I
V
I
D
U
E
L
L
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Das ›Innere‹ von Individuen

– Maslowsche Bedürfnispyramide / Individuelle Zufriedenheit

– Sinn und Wert der Arbeit für 
die einzelne Person

(HR – Psychologie)

Das ›Äussere‹ beim Menschen — messbar

– Qualitätskontrolle
– Zielvereinbarungen

(Sozialwissenschaft, Verhaltensökonomik)

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K
O
L
L
E
K
T
I
V
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Das Innere einer Gruppe / Organisation

– Unternehmenskultur: 
gemeinsame Werte, Sinn, Gewohnheiten, Geschichte, etc.

(Culture Management, 80er)

Das Äussere einer Organisation — beobachtbar

– Prozesse, Planung, Logistik, …

(Soziologie, Systemtheorie, BWL, VWL)