Geld und Werte

Es geht nicht um Geld. Es geht um Werte. Geld ist nicht mehr alles. Aber welche Werte sind jetzt wichtig?

Es wird viel darüber gesprochen. Wir nehmen es in der Wirtschaft wahr, in der Umwelt, in der Gesellschaft: Die Zeiten ändern sich. Paradigmenwechsel finden statt, nichts wird so sein wie früher…. Ich sehe das an unseren KundInnen, dass sie selbst das System hinterfragen und dem Sinn mancher bis jetzt hoch gehaltener Werte nachspüren wollen.

Ja, wie wird es denn werden? Und was wird jetzt wirklich wichtig?

Nachdem unsere Geldwährung durch die maßlose Überschuldung(angeblich) wankt: Welche Rolle spielt das Geld zukünftig, wenn man seinen Wert, durch mögliche Inflation verwässert, nicht mehr als Maß nehmen kann? Die Untergangsfantasien sind nach Matthias Horx, dem Zukunftsforscher, ohnehin nur „der Versuch, Wandel zu negieren“.

Werte, die in der Vergangenheit hochgehalten wurden, werden hinterfragt, weil sie „in Zeiten wie diesen“ hinderlich sind: Zum Beispiel die Beständigkeit, die zur Starre führen kann. Oder die Euphorie, die zu Übertreibung führt. Was zu beweisen war.

Die Karmasin – Studie von November 2010: „Werte & Wirtschaft“ zeigt in der Auswertung von Interviews mit UnternehmerInnen, dass sie erkannt haben, dass diese Werte die Sicht zu den Veränderungen und zum Neuen verstellten. Und vor allem führten sie zur Oberflächlichkeit.

Was ist das Neue nun? Sicher wissen die UnternehmerInnen, was in Zukunft NICHT mehr das Wichtigste sein wird: „Materielles Wachstum ist nicht alles“, meinen sie. Ein Unternehmen werde nicht nur an den Umsätzen gemessen, viel zu verdienen sei nicht mehr „cool“. Ich war überrascht, als ich das las!

Verantwortungsvolles Wirtschaften und Ehrlichkeit seien langfristig die Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Das heißt:

Flexibilität, also die Reaktionsfähigkeit auf Veränderungen. Das erfordert natürlich eine ständige Wachsamkeit, aber die Wirtschaftswelten verändern sich zu schnell, als dass sich UnternehmerInnen auf Lorbeeren ausruhen dürfen. Ihre KundInnen sind dann schön woanders.

Kooperation – in Zeiten des Wandels geht es nicht mehr alleine. Menschen, die kooperieren wollen, müssen sozial kompetent sein, d.h. achtsam miteinander umgehen, anderen Menschen wertschätzend gegenüber treten. Diese Attribute stehen im krassen Gegensatz zu den Anreizen in einer Wirtschaft des Wettbewerbs und des Gewinnstrebens: Mißtrauen, Gier, Angst.

Die UnternehmerInnen haben auch festgestellt, dass Authentizität bei den KundInnen punktet. Unehrlichkeit wird vom Markt bestraft. Darf daraus geschlossen werden, dass die Wirtschaft bei den Menschen angekommen ist? Das ist ja wundervoll :-))

http://www.horx.com/Zukunftsletter/2010-12.pdf, http://www.wkw.at/docextern/presse/pdf/praesentation.pdf

© Verena Florian, Florians Geldcoaching

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .